Infos für Eltern

Der Landkreis Bad Dürkheim hat in der „Satzung des Landkreises Bad Dürkheim für die Kindertagespflege nach § 23 SGB VIII i.V.m. § 90 SGB VIII“ das Verfahren im Ablauf der Antragstellung auf Förderleistung und Beauftragung Ihrer Tagespflegeperson geregelt.

Reichen Sie bitte als ersten Schritt Ihren Förderantrag mit den notwendigen Nachweisen zu Ihrem Einkommen ein. Bei der Betreuung von Kindern unter einem Jahr oder Randzeitenbetreuung benötigen wir auch Nachweise Ihres Arbeitgebers zu Ihrer Berufstätigkeit bzw. Ihren Arbeitszeiten. Sie erhalten dann einen Bescheid, in welchem der Kostenbeitrag festgesetzt wird.

Sollten Sie bereits eine Tagesmutter für Ihr Kind gewählt haben, können Sie uns zusammen mit dem Förderantrag die Betreuungsvereinbarung zusenden. Verwenden Sie bitte das angefügte Formular. Senden Sie uns die Vereinbarung in doppelter Ausfertigung auf dem Postweg oder einfach als PDF im Anhang einer E-Mail.


Wenn Sie noch keine Tagespflegeperson gefunden haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf, damit wir Ihnen bei der Vermittlung behilflich sein können.

Bitte beachten Sie, dass ein Förderantrag nach § 23 SGB VIII nicht rückwirkend bewilligt werden kann. Ausschlaggebend für den Bewilligungszeitraum ist das Eingangsdatum des Antrages in der Kreisverwaltung.

Die von Ihnen gewählte Tagesmutter erhält ebenfalls einen Bescheid, in dem die Dauer und die Höhe der laufenden Geldleistung festgesetzt werden.

Sie wird mit der Betreuung Ihres Kindes durch das Kreisjugendamt Bad Dürkheim beauftragt. Das Kreisjugendamt Bad Dürkheim nimmt Kontakt mit der Tagesmutter auf und sendet ihr eine Betreuungsvereinbarung für Ihr Kind. Nimmt die Tagesmutter den Auftrag an und sendet die Betreuungsvereinbarung unterschrieben an das Kreisjugendamt zurück, kann die Betreuung beginnen.

Die Höhe der laufenden Geldleistung an die Tagespflegeperson ist durch den Landkreis Bad Dürkheim in der Satzung zur Kindertagespflege geregelt und festgelegt. Lediglich eine Zahlung für Mahlzeiten, die in Anspruch genommen werden, soll durch die Sorgeberechtigten mit der Tagespflegeperson vereinbart werden. Das Kreisjugendamt empfiehlt einen Betrag von 3,40 Euro am Tag.

Wir weißen auf die Mitwirkungspflicht gemäß §§ 60 – 62, 65 SGB I hin. Bei fehlender Mitwirkung kann die Leistung versagt werden.

Seit dem 01. Januar 2005 ist das Gesetz zum qualitätsorientierten und bedarfsgerechten Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder (TAG) in Kraft. Dieses regelt bundesweit unter anderem, dass „Personen über vertiefte Kenntnisse hinsichtlich der Anforderungen der Kindertagespflege verfügen sollen, die sie in qualifizierten Lehrgängen erworben oder in anderer Weise nachgewiesen haben.“

Da die Kindertagespflege dem Förderauftrag des Achten Sozialgesetzbuches (Kinder- und Jugendhilfe) entsprechend die Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes umfasst, ist es uns sehr wichtig, dass die Tagesmütter/-väter sich in einem entsprechenden Kurs qualifizieren bzw. einschlägige Erfahrung mit Kindern haben (z.B. Erzieher/innen).

Das Jugendamt Bad Dürkheim bietet in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule entsprechende Qualifizierungskurse nach dem Standard des Tagesmütter - Bundesverbandes und des DJI-Curriculums (Deutsches Jugend Institut) an. Die Vorgabe des DJI-Curriculums umfasst eine Qualifizierungseinheit von mindestens 160 Stunden. Das Qualifizierungsseminar unserer Kreisvolkshochschule umfasst aktuell 170 Stunden und endet mit dem Zertifikat als „qualifizierte Tagespflegeperson“.

Weiterhin bieten wir unseren Tagesmüttern/-vätern ein vielfältiges Weiterbildungsprogramm im Rahmen der Kindertagespflege an.

Wir vermitteln nur Tagespflegepersonen, die qualifiziert sind und eine Pflegeerlaubnis besitzen.

Bitte achten Sie bei Ihrer Wahl unbedingt darauf, dass die Tagesmutter/ der Tagesvater Ihnen eine Pflegeerlaubnis vorlegen kann! Durch die von uns erteilte Pflegeerlaubnis ist sichergestellt, dass die Tagesmutter/ der Tagesvater sich der Eignungsfeststellung unterzogen hat und alle persönlichen sowie räumlichen Voraussetzungen erfüllt.

Eine Ausnahme stellen die Kinderfrauen dar. Das sind Tagespflegepersonen, die die Kinder im elterlichen Haushalt betreuen und darum zwar qualifiziert sein müssen, jedoch keine Pflegeerlaubnis benötigen.

Als zuständiges Jugendamt unterstützen wir Sie bei der Suche nach einer passenden Tagesmutter oder einem Tagesvater.

Als zuständiges Jugendamt sind wir bemüht, nach § 23 Abs. 4 SGB VIII eine passgenaue Betreuung für ihr Kind zu vermitteln. Dies bedeutet in einem ersten Schritt, Ihren Bedarf als Erziehungsberechtigte und die Bedürfnisse Ihres Kindes zu ermitteln, unter Berücksichtigung aller vor Ort verfügbaren Angebote. Ist die Wahl der Betreuungsform dann auf die Kindertagespflege gefallen, sind wir bestrebt ein Kindertagespflegeverhältnis zu schaffen, welches sowohl dem Kindeswohl als auch Ihrem Willen als Eltern und den Ressourcen der Tagespflegeperson gerecht wird.

Ziele und Aufgaben der Vermittlung

  • Beratung und Aufklärung in allen Fragen der Kindertagespflege und des Kindertagesbetreuungsangebotes.
  • Herstellung eines Kontakts zwischen Erziehungsberechtigten und Tagespflegeperson.
  • Unterstützung beim Zustandekommen eines dauerhaften und passenden Betreuungsverhältnisses.
  • Begleitung der Eingewöhnungszeit in den ersten Wochen.

Auf der Suche nach einer geeigneten Tagespflegeperson können Sie selbst die Initiative ergreifen z.B. indem Sie:

  • einen Aushang verteilen (Kinderarzt, Kindergarten etc.)
  • bei Nachbarn, Mutter-Kind-Gruppen etc. nachfragen
  • Suchanzeigen von Tagesmüttern/-vätern durchsehen
  • eine Zeitungsannonce in der regionalen Presse aufgeben
  • sich auf dieser Website nach einer Tagesmutter/-vater umsehen

Als Eltern müssen Sie selbst beurteilen, ob eine Tagesmutter / ein Tagesvater Ihren Erwartungen gerecht werden kann. Bei der Auswahl gibt es einige Aspekte zu beachten:

Es ist wichtig, dass Sie sich auf die zunächst fremden Tagesmütter/-väter, die ihr Kind betreuen, verlassen können. Zuverlässigkeit, Geborgenheit und eine kindgerechte und saubere Umgebung sollten zum Wohle Ihres Kindes selbstverständlich sein.

  1. Führen Sie ein persönliches Vorgespräch mit der Tagesmutter/dem Tagesvater. Es bietet sich an, dieses Treffen am zukünftigen Betreuungsort stattfinden zu lassen. Besichtigen sie die Räume, in welchen die Betreuung stattfinden soll und lasen Sie sich auch den Bereich im Freien zeigen.
  2. Lassen sie sich das Zertifikat des Qualifikationskurses und die Pflegeerlaubnis zeigen.
  3. Erkundigen Sie sich nach Wertehaltungen, religiösen Einstellungen und dem pädagogischen Konzept einer Tagespflegeperson.

Wenn sie eine Tagesmutter/-vater gefunden haben

  1. Sie können Ihrer Betreuungsperson die Arbeit erleichtern, in dem Sie ein Informationsblatt über Ihr Kind verfassen. Viele Tagespflegemütter/-väter haben dazu auch einen Vordruck. Fragen sie danach!
  2. Stellen Sie auch eine Vollmacht für ärztliche Behandlungen in Notfällen aus.
  3. Es hat sich bewährt, vor Beginn der eigentlichen Betreuung eine Eingewöhnungsphase einzuplanen. Begleiten Sie ihr Kind anfangs und ziehen sie sich dann Schritt für Schritt zurück.


Weitere nützliche Tipps und eine Checkliste, die Sie bei der Wahl ihrer Tagespflegeperson unterstützen, finden Sie unter:
www.handbuch-kindertagespflege.de

Masernschutzgesetz nach § 20 Abs. 9 Infektionsschutzgesetz


Seit dem 01. März 2020 ist das Masernschutzgesetz in Kraft. Das Gesetz hat auch Auswirkungen auf die Kindertagespflege. Jedes Kind, welches das erste Lebensjahr erreicht hat, benötigt für die Aufnahme in die Kindertagespflegebetreuung den Nachweis der Masernschutzimpfung nach den Empfehlungen der STIKO.

Der Nachweis muss im Original durch die Sorgeberechtigten dem Jugendamt vorgelegt werden - so will es der Gesetzgeber.

Sie haben die Möglichkeit nach Terminvereinbarung das Impfbuch Ihres Kindes im Kreisjugendamt vorzulegen. Alternativ können Sie das von uns vorgefertigte Arztattest Ihrem Antrag auf Förderleistung als Original anfügen. Das Attest finden Sie hier.